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Es geht nicht darum, Ihre Schächen und Defizite zu bekämpfen,

sondern darum Ihre Stärken und Talente zu entdecken und richtig einzusetzen.

Der Standard

Schule - SchülerStandard

Wer bin ich eigentlich?

17.10.2006

Die Ortus-Berufsberatung setzt persönliche Lebenspuzzles zusammen - Persönlichkeitstests für Schüler und Studenten.

Wien – Wie gestalte ich meine Zukunft? Etwa 70 Prozent der Jugendlichen stellen sich diese Frage. Die deutsche Gruppe Ortus hat sich die Lösung dieses Problems als Ziel ihrer Persönlichkeitstests für Schüler und Studenten gesetzt. Stärken und Schwächen sollen für das künftige Berufsleben offen gelegt werden.

Der Raum in den Wiener IFL-Sälen gleicht einem kleinen Klassenzimmer. Den Beginn leitet ein ausführliches Gespräch mit Sabine Ertel und Alfred Leonhartsberger ein. Es werden Fragen über meine Eigenschaften sowie jenen meiner Eltern, meinen schulischen Werdegang, Interessen und Zukunftswünsche gestellt, die nicht immer leicht zu beantworten sind. Denn wem fallen schon ad hoc all seine guten und schlechten Charaktereigenschaften ein?

Anschließend folgt ein Intelligenztest, der sich aus verbalen Aufgaben, Rechnungen und für mich extrem anspruchsvollen Symbolaufgaben zusammensetzt. Das Ergebnis dient als Information – ihm wird bei der Auswertung wenig Beachtung geschenkt. Die Fragen „wie nehme ich die Welt wahr?“, „wie treffe ich meine Entscheidungen?“ oder „wie wirke ich auf andere Menschen?“ sollen nach einer kurzen Pause mittels Fragebögen geklärt werden.

Der zweite Teil des Tests, auf den ich leider vier Wochen warten muss, umfasst eine Präsentation der Ergebnisse, zu der mich meine Mutter als Vertrauensperson begleitet. Auf einer großen Tafel finde ich durch mehrere Illustrationen mein Persönlichkeitsbild wieder. Ich bin verblüfft. „Es ist wie ein Puzzle, das wir versuchen, zusammenzusetzen“, definiert Leonsberger. Ich bin ein EAS-Typ, erklärt mir Ertl. Der Buchstaben-Code verrät meine Talente, nämlich E für enterprising (führend-verkaufend), A für artistic (künstlerisch-kreativ) und S für social (erziehend-pflegend). Meine Mutter muss lachen und bestätigt, dass handwerkliche, forschende und verwaltende Gebiete wahrlich nicht meine Stärke sind.

Kreatives Potenzial

Für mein Berufsleben empfiehlt das Berater-Duo, meine kreative Seite nicht links liegen zu lassen und Menschen um mich zu versammeln. Auf meinen Wunsch hin, vielleicht Journalistin zu werden, wird mir nahe gelegt, dieses Studium mit Sprachen, Kunst- oder Kulturmanagement zu verbinden. In drei Monaten wird ein letztes Treffen vereinbart, um bereits gesetzte Schritte zu besprechen.

Ich bin mit der Beratung sehr zufrieden und habe in einigen Dingen viel über mich erfahren, dessen ich mir nicht bewusst war. Gewünscht hätte ich mir mehr konkrete Studienvorschläge und Räume, die nicht so sehr an Schule erinnern. Ich kann den Test dennoch jedem empfehlen, der die Vielfältigkeit seiner eigenen Persönlichkeit entdecken und ausschöpfen will.

(DER STANDARD, Theresa Lambert, Printausgabe, 17.10.2006)

www.ortus-berufsberatung.at

 

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